Radballclub Winterthur

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WINTERTHUR. Die Radballer des ATB Winterthur und des RV Stadt Winterthur (RVW) haben sich im Radballclub Winterthur zusammengeschlossen. Dies ist nicht nur für den dreifachen Weltmeister Peter Jiricek, sondern für die gesamte Winterthurer Radsportszene ein ganz spezieller Moment.

von Daniel Frei / Sportjournalist.ch

Es ist unvorstellbar, dass im Fussball der FC Zürich mit den Grasshoppers fusionieren würde. Bis vor einigen Jahren wäre ein solcher Zusammengang auch im Winterthurer Radballsport undenkbar gewesen. Doch in den vergangenen Jahren haben sich die Radsportfreunde in der Eulachstadt gefunden und immer mehr wurden gemeinsame Synergien genutzt. So standen die Mitglieder beider Vereine  in der Organisation der Hallenradsport-WM 2007 in der Eulachhalle im Einsatz. Gemeinsame Trainings und auch Spielertransfers zum „Stadtrivalen“ wurden fortan ohne Nebengeräusche vollzogen. Dabei war dies alles andere als selbstverständlich, denn die Vereinskulturen konnten unterschiedlicher nicht sein. Während der RVW mit ihrem Fanionteam Waldispühl/Jiricek den Fokus auf den Spitzensport legte, standen beim ATB der Breitensport, die Nachwuchsförderung und das Vereinsleben klar im Vordergrund. Nun wurden diese Komponenten vereint und die Teams spielen in der kommenden Saison unter dem neuen Vereinsnamen „Radballclub Winterthur“. Neben dem Weltmeisterteam 2009 mit Marcel Waldispühl und Peter Jiricek spielen fortan zwei Nationalliga B-Teams, fünf Ligaequipen und acht Nachwuchsmannschaften in den neuen Vereinsfarben. Die 34 Gründungsmitglieder wählten den früheren ATB-Vorsitzenden Thomas Reist einstimmig zum Präsidenten und es wurde beschlossen, dass sich der Verein dem Schweizerischen Radsportverband Swiss Cycling anschliesst. Der Radballclub Winterthur übernimmt mit dem Albaniturnier (27./28. Oktober 2012) und der WM-Revanche um den Löwencup (12. Januar 2013) auch die Durchführung der beiden traditionellen Winterthurer Radballanlässe.