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1. Tag

Wir starten schon unter dunklem Gewölk und fahren einer noch tiefer verhangenen Ostschweiz entgegen, und das bei ungewohnt kühlen Temperaturen. Aber siehe da, wir bleiben vom Regen verschont, nur die Strassen sind im Toggenburg und Appenzellerland noch nass. Also nicht das Wetter macht zu schaffen, dafür die Strecke, die Dani und Susanne ausgekundschaftet haben. Nach Steg geht es nämlich so recht ins Hügelland, unentwegt hinauf und hinunter, sechs Mal und mitunter auch stotzig. Dafür ist die Route wenig bekannt, abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll und sie wäre noch reizvoller im Sonnenlicht.

Vor Urnäsch enden die Steigungen, mühelos rollt es voran und in Appenzell erwartet uns das Mittagessen.

Die Unentwegten und Unermüdlichen sind aber noch nicht am Ziel. Eine Zusatzschlaufe führt sie ins Tamina- und weiter ins Calfeisental bis zum Stausee Mapragg und nach St. Martin, eine wildromantische Landschaft, die mit über Tausend zusätzlichen Höhenmetern den Fahrerbeinen noch einiges abverlangt.

2. Tag

Ein wolkenloser Sommersonntagmorgen! Rollen, rollen, rollen ist angesagt. Auf dem Dammweg rheinabwärts geht’s zügig voran, geradeaus. Und die Aussicht: Was am Vortag hinter Wolken lag, präsentiert sich jetzt im schönsten Licht: der Hohe Kasten, die Stauberen, die Kreuzberge und der Gätterifirst. Aber aufgepasst, plötzlich kann es eng werden, winklig oder schotterig, und zudem tummeln sich am Sonntag viele Radler, Skater, Wanderer einzeln und in Gruppen auf dieser Route. Nach Lustenau erreichen wir über Rheineck und den Rorschacherberg Arbon, wo wir auf der Hotelterrasse tafeln, die Mittagspause und den Blick auf den See geniessen.